21.10.11

Dubiose Abzocke mit vermeintlichen mündlichen Verträgen

Das Telefon klingelt, Monika M. hebt ab, und da ist sie wieder, diese künstlich klingende, blecherne Stimme mit dem drohenden Unterton: «Mein Name ist Anton Meier», schallt es der Aachenerin entgegen.

Danach kommt Computer-Anton schnell zur Sache: «Sie haben vor kurzem einen mündlichen Vertrag abgeschlossen», sagt er. Um ihre Teilnahme am «Lotto 3000 Gewinnerpool» gehe es. Und: «Da fehlt von Ihnen noch immer Geld!» Sie solle bloß nicht auf die Idee kommen, einfach schnell aufzulegen, fügt er noch hinzu – «sonst muss ich Sie wieder und wieder anrufen». ...

Anton Meier ruft trotzdem weiter an – und droht. Etwa damit, dass das erste Telefonat «als Beweis» aufgezeichnet worden sei. Oder – in anderen Fällen – auch ganz unverhohlen mit dem Gerichtsvollzieher. «Der holt dann Ihren Fernseher ab. Dann ist Schluss mit Ihrer Lieblingssendung.» Monika M. ist kein Einzelfall. Bundesweit scheint die «Compresent Erfurt GmbH» mit «Lotto 3000» zu versuchen, meist ältere Adressaten so massiv unter Druck zu setzen, bis manche sogar zahlen. In Internet-Foren tauschen sich Opfer aus, wird «Lotto 3000» als «Abzocke» gebrandmarkt. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Aachener Zeitung