10.01.13

Unverlangt zugesandte Unterwäsche

Plötzlich und völlig unerwartet war er in der Post: der Herrenslip „Rick“ der Marke „Tono“. Dabei hatte Helmut Beier gar nichts bestellt: „Ich bestelle nie im Internet. Darum habe ich auch gar nicht reagiert. Doch das hörte gar nicht mehr auf, und jetzt habe ich hier schon Post vom Anwalt. Ich soll 154,60 Euro bezahlen, sonst komme ich vor Gericht.“ Helmut Beier hatte noch zwei weitere Pakete bekommen, die er aber schon gar nicht mehr ausgepackt hat. ...

Er hat markt eingeschaltet. Wir schauen uns den Absender, die Firma Provea, näher an und stellen fest: Wer einmal Dessous zum „Kennenlern-Preis“ bestellt, hat gleich ein Abo am Hals! Dahinter steckt offenbar ein ausgeklügeltes System: Provea sitzt in der Schweiz und vertreibt ihre Höschen in 19 Länder. Unbezahlte Rechnungen verkauft Provea an die FKH GbR. Geschäftsführer ist ein gewisser Werner Jentzer. Die FKH wiederum beauftragt das Inkassounternehmen UGV damit, die Forderungen einzutreiben. Geschäftsführer der UGV ist ebenfalls Werner Jentzer. Klappt das mit dem Geldeintreiben nicht, schaltet sich eine Anwaltskanzlei ein. Und Überraschung: Die sitzt im gleichen Büro wie Werner Jentzer.

Quelle und vollständiger Bericht: WDR Markt